Bildungsinitiative Filderstadt e.V.
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Gedenkstiftung der Städte zeichnet diesjährige Preisträger aus

 

Gedenkstiftung der Städte zeichnet diesjährige Preisträger aus

FILDERSTADT. Zum dritten Mal hat die Stiftung „Gemeinsame Erinnerung – gemeinsame Verantwortung für die Zukunft“ beispielhafte Initiativen ausgezeichnet, die der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedenken, darüber hinaus aber die Lehren der Geschichte umsetzen in aktuelle soziale Projekte. 
Die Gedenkstiftung wird getragen von den beiden Städten Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt, auf deren Gemarkungsgrenze sich seit 2010 ein Mahnmal befindet. Mit der Stiftung soll zudem die wichtige, inhaltliche Auseinandersetzung gefördert werden. „Der Auftrag beinhaltet neben der lebendigen Erinnerung auch das gegenwartsbezogene Eintreten für Respekt und Toleranz“, betonte Oberbürgermeisterin Gabriele Dönig-Poppensieker. Mit der Gründung einer Stiftung habe man absolutes Neuland betreten. Als derzeitige Vorstandsvorsitzende, die sich in dieser Funktion mit Roland Klenk, dem Rathauschef von Leinfelden-Echterdingen abwechselt, begrüßte Dönig-Poppensieker im Bürgerhaus Plattenhardt sowohl die Preisträger als auch den Stuttgarter Regierungspräsidenten. In seinem Grußwort sagte Johannes Schmalzl, die Lehre aus der Zeit einer menschenverachtenden Diktatur müsse in die Verantwortung für das Land und die Gestaltung der Zukunft münden. Staatliche Mittel allein seien hier nicht ausreichend, es bedürfe immer auch der wachsamen Bürger. Denn einem irischen Wort zufolge genüge es für den Triumph des Bösen bereits, „wenn die Guten nichts tun“.
 
Allesamt aktiv geworden sind die Preisträger, die nun eine Auszeichnung entgegen nehmen konnten. Beim Stiftungsrat waren insgesamt fünf Bewerbungen aus Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen eingegangen, wie der Stiftungsratsvorsitzende Marcel Konrad beim Festakt in Plattenhardt berichtet hat.
 
Der erste Preis, verbunden mit 700 Euro, ging an die Schülermitverwaltung des Eduard-Spranger-Gymnasiums in Bernhausen. Die SMV hatte am 9. November 2011 für 400 Mitschüler einen „Aktionstag gegen Rechts und für Integration“ organisiert. Als Vertreter nahm Yosias Woldai den Preis entgegen. In seinem Dankeswort betonte der ehemalige ESG-Abiturient, wie wichtig es sei, couragiertes Handeln ins Bewusstsein zu bringen, zeige die traurige Aktualität in diesen Tagen. Die SMV hatte zusammen mit dem Verbindungslehrer Sebastian Aisslinger Workshops angeboten und dazu Profis geladen, darunter die Integrationsbeauftragten der Landesregierung und des Württembergischen Fußballverbandes oder die Experten vom Staats- und Verfassungsschutz.
 

 

Einen zweiten Platz erreichte die Kooperation aus Kunstschule und Bildungsinitiative Filderstadt.

Jugendliche interviewten und fotografierten im Projekt „Nachbarschaften“ beispielsweise Kollegen, ein Ehepaar oder Nachbarn, die aus unterschiedlichen Kultur-kreisen stammen und von ihren Erfahrungen – und der damit verbundenen Bereicherung – den jungen Leuten erzählten. Ein weiterer zweiter Platz ging an die Firma Mader GmbH in Leinfelden, die ein Bewerbungstraining für Schüler der Ludwig-Uhland-Schule mit Migrationshintergrund veranstaltet hat. Die zweiten Plätze sind mit jeweils 500 Euro dotiert. Den dritten Platz teilen sich ebenfalls zwei Initiativen. Zum einen organisierten vier Schüler der Ludwig-Uhland-Schule in Leinfelden eine Exkursion für 70 Mitschüler zum ehemaligen KZ Natzweiler-Struthof. Zum anderen wählte die Freie aktive Schule Leinfelden-Echterdingen einen spirituellen Zugang zur Geschichte, indem sich Schüler, Lehrer und Gäste auf dem Gelände beim Mahnmal zu Tänzen trafen, die den verschiedenen Weltreligion entstammen. Mit dem dritten Preis sind jeweils 200 Euro verbunden.


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